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Patienteninformation: Was ist ein chronisches Beinulkus oder Ulcus cruris?

Was jeder Patient über chronische Beinulzera wissen sollte

Die folgenden Informationen werden von KCI zur allgemeinen Aufklärung Ihrer Patienten mit chronischen Beinulzera zusammengestellt. Wir wollen Ihre Patienten mit Informationen versorgen, die ihnen helfen, ihre chronischen Beinulzera besser zu verstehen und zu managen. Außerdem wollen wir sie über V.A.C.® Therapy informieren, falls Sie diese verschreiben.

Was ist ein chronisches Beinulkus oder Ulcus cruris?

Ein chronisches Beinulkus oder 'offenes Bein' ist eine Wunde am Unterschenkel, die nicht in einer angemessenen Zeit abheilt. Gewöhnlich sollte eine derartige Wunde innerhalb von einer bis drei Wochen heilen. Besteht diese Wunde jedoch länger als 4 bis 6 Wochen, so bezeichnet man sie meist als chronisch.

Die meisten chronischen Beinulzera werden durch eine Störung der Blutgefäße im Bein hervorgerufen. Entweder ist die Durchblutung reduziert, und ein sogenanntes arterielles Ulkus entsteht, oder das Blut wird nicht ausreichend zum Herzen zurücktransportiert, was zu einem venösen Ulkus führen kann. Manchmal kann eine Kombination von reduzierter Blutzufuhr und beeinträchtigtem Blutrückfluss vorliegen. Das bezeichnet man als 'gemischtes Ulkus'.

Über 70 % aller diagnostizierten chronischen Beinulzera sind venöser Art, deshalb konzentrieren sich die nachstehenden Informationen darauf.

Wie funktioniert der Blutrücktransport?

Im Normalzustand wird das Blut bei gesunden Menschen vom Herz über die Blutgefäße durch den Körper und auch in die Beine gepumpt. Die Blutgefäße, die Blut vom Herzen durch den Körper transportieren, heißen Arterien. Das Blut wiederum transportiert Sauerstoff und andere chemische Verbindungen (wie Zucker), die der Körper braucht, um korrekt funktionieren zu können. Wenn das Blut Sauerstoff und Energie (Zucker) im Gewebe abgeliefert hat, wird es durch die Venen wieder zum Herzen zurückgeleitet. Das bezeichnet man als venöse Rückleitung.

Wenn Probleme bei den Arterien auftreten, so ist es schwer für das Blut, die Organe zu erreichen. Wenn das Blut Schwierigkeiten hat, zum Herzen zurückzukehren, so ist dies auf eine Störung der Venen zurückzuführen.

Wenn die Venen nicht gut funktionieren, fließt das Blut unzureichend von den Beinen zurück zum Herzen. Häufig sammelt sich dann Flüssigkeit in den Beinen und diese schwellen an - das bezeichnet man als Ödem. Dieser beeinträchtigte Blutrückfluss schädigt das Gewebe in den Beinen. Stößt man sich dann beispielsweise an einem Stuhl, so kann das Bein verletzt und eine kleine Wunde verursacht werden.

Wie heilt eine Beinwunde?

Normalerweise bringt das Blut heilende Zellen und chemische Wirkstoff zur Wunde, um diese zu schließen. Das fördert die Heilung des Wundbetts. Materialien, die die Wundheilung behindern können, werden über den venösen Blutkreislauf von der Wunde weggeführt. Das Blut wird dann in anderen Organen wie der Leber gereinigt. Ist der venöse Blutkreislauf gestört, so funktioniert auch der Wundheilungsprozess nur bedingt. Folglich kann es länger als normal dauern, bis eine Wunde heilt.

Wenn eine Wunde lange Zeit nicht heilt, so begünstigt dies das Bakterienwachstum. Das Vorhandensein von Bakterien hemmt eine effiziente Wundheilung. Wenn eine Wunde also nicht gut heilt, ist es wichtig, dass sie vor jedem Verbinden gründlich von medizinischen Fachkräften gereinigt wird.

Nach der Reinigung der Wunde wählt Ihr Arzt oder das Pflegepersonal einen geeigneten Verband. Welcher Verband gewählt wird, hängt von der Menge an Exsudat (Wundflüssigkeit), der Größe der Wunde und der Präsenz von Bakterien ab.

Außerdem ist es äußerst wichtig, dass der Körper dabei unterstützt wird, das Blut von den Venen zum Herzen zurück zu transportieren. Dabei hilft eine Bandage oder ein Stützstrumpf, der das Bein komprimiert. Wenn der Patient das bandagierte Bein aktiv nutzt (beispielsweise beim Gehen), wird das Blut angeregt, aus den Beinvenen zurück zum Herzen zu fließen. Dies fördert den Blutaustausch und damit die Versorgung der Wunde mit heilenden Komponenten.

Was ist V.A.C. Therapy und warum verwendet man sie zur Behandlung von Beinulzera?

V.A.C. Therapy bedeutet Vacuum-Assisted Closure Therapy; dies ist ein spezifisches Verfahren, bei dem Unterdruck (ein Vakuum) erzeugt wird, um den Heilungsprozess des Körpers zu stimulieren. V.A.C. Therapy umfasst einen schwarzen oder weißen Schaumstoffverband, eine Folie und einer Therapieeinheit (die Vakuumpumpe). Es entfernt Wundflüssigkeit (Exsudat) aus der Wunde und transportiert es über einen Schlauch zu einem Kanister. Der laufende Unterdruck stimuliert den Blutfluss zum Wundbett. Der Schaumstoff ist so konzipiert, dass er das Wachstum neuer Zellen fördert. Außerdem regt der Unterdruck auch die Zellteilung an. Dieser Prozess, bei dem neue Zellen und Gewebe gebildet werden, bezeichnet man als Granulationsgewebebildung. Das Granulationsgewebe am Wundbett sieht gesund aus und ist ein Heilungsanzeichen. Es hat sich erwiesen, dass V.A.C. Therapy zur Wundheilung im Allgemeinen und vor allem auch bei venösen Beinulzera effektiv ist.

V.A.C. Therapy kann zusammen mit Beinbandagen benutzt werden. Die Kombination dieser beiden Behandlungsmethoden ist sogar noch erfolgreicher als jede für sich.

Ihr Arzt wird Ihnen raten, welche Behandlung am besten für Ihre Wunden geeignet ist, und steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Wichtig ist es auch, dass man bei dieser Art von Wunden mobil bleibt Durch regelmäßige kurze Spaziergänge regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine an. Dann werden gesundheits- und heilungsfördernde Stoffe zur Wunde gebracht und wachstumshemmende Substanzen abtransportiert.

Wichtig ist es auch, dass man bei dieser Art von Wunden mobil bleibt Durch regelmäßige kurze Spaziergänge regen Sie die Durchblutung Ihrer Beine an. Dann werden gesundheits- und heilungsfördernde Stoffe zur Wunde gebracht und wachstumshemmende Substanzen abtransportiert.


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