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Druckentlastung beim diabetischen Fuß

Eine verzögerte Heilung von diabetischen plantaren Ulzera wird primär durch eine unzureichende oder ungeeignete Entlastung der Wunde verursacht.9

Die Reduktion des auf den Fuß ausgeübten Druck und der Scherkräfte könnte der wichtigste - und am häufigsten vernachlässigte - Einzelaspekt bei der Behandlung neuropathischer Ulzera sein.

Diabetische Fußgeschwüre sind häufig mit einer peripheren Neuropathie20 und wiederholtem Trauma an den Stellen assoziiert, die bei normalen Gehbewegungen mittlerem bis hohem Druck ausgesetzt sind.10

Eine eingeschränkte Mobilität der Gelenke, partielle Fußamputationen und sonstige strukturelle Deformierungen prädisponieren Diabetiker mit peripherer Neuropathie häufig zu krankhaften Gewichtsverlagerungen. Deshalb bilden sich an den Stellen, die konzentriertem Druck ausgesetzt sind, häufig Geschwüre.5,11

Die anerkannten Versorgungsmaßnahmen für nicht ischämische, nicht infizierte neuropathische diabetische Fußulzera sind Debridement, eine sorgfältige Wundversorgung, Ernährung und eine ausreichende Druckentlastung.7

Die Druckentlastung ist am erfolgreichsten, wenn der Druck über einen großen Bereich verteilt wird. Eine wirksame Druckmilderung hängt von drei Faktoren ab: der Modalität der Druckreduktion, der Patientencompliance und der Biomechanik.12,21

Die Entlastungsstrategien müssen auf das Alter, die Kraft, Aktivität und das häusliche Umfeld des Patienten abgestimmt werden. Im Allgemeinen führen jedoch restriktivere Entlastungsmethoden zu reduzierter Aktivität und besserer Wundheilung.10

Der Fuß kann durch verschiedene Methoden entlastet werden wie Total Contact Cast (TCC), spezielle Gehstiefel, orthopädische Sandalen bzw. Schuhe, Schalen oder Orthesen. Dabei gilt der Total Contact Cast als der Goldstandard zur Fußentlastung, da er den Druck an der Ulkusstelle reduziert und der Patient trotzdem beweglich bleibt.13,7


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